Die Schamanin

Schade, es ist mein letzter Urlaubstag … aber was soll’s: Blauer Himmel, Sonnenschein – und eine gefilzte Tasche, noch nicht ganz fertig, die Feinarbeit kommt noch. Ein bisschen „verstickt“ muss es bei mir ja immer sein. Und so werden auch, nach dem Trocknen, einige Schnörksel auf dieser Tasche eine neue Heimat finden.

Und wie ich da so sitze und überlege, was mir noch wichtig ist, schnuppere ich an meinen Händen. Das ist soooo schön. Dieser Geruch an den Händen unmittelbar nach dem Filzen – Schafwolle, Olivenseife – ich liebe diesen Geruch!

So, nun aber weiter. Ich wollte euch mal ein bisschen auf dem Weg der Entstehung mitnehmen, nur bildlich, das Gefühl kann ich euch leider nicht übermitteln – wär aber echt schön …

Das Material dieser Tasche ist Kapmerino, ein wundervolles Material. Ganz weich im Griff, sehr kurzfasrig, absolut fusselfrei. Und auch im fertig gefilzten Zustand kann man kaum die Finger davon lassen!

Eigentlich hab ich ja eine Kordel gesucht, um eine Spirale auszulegen. Keine Kordel gefunden, stattdessen einen alten Gürtel entdeckt und ein Stück daraus gleich mitgefilzt. Einige Locken dazu – und jetzt ist es klar: der Name dieser Tasche ist „Die Schamanin“.

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Den Magnetverschluss arbeite ich immer gleich mit ein. Sobald der Filz etwas griffig ist, kommt er in die Taschenklappe, somit kann ich ihn auf der Außenseite noch „verschwinden lassen“, also mit ein bisschen Wolle drüberfilzen. Den Verschluss an der Tasche mach ich dann erst beim Fertigstellen, da meine Taschen ja alle ein Stoffinnenleben bekommen und man dann die innenseitige Fixierung so wie so nicht sieht.

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Jetzt steht sie hier, „die Schamanin“ und trocknet in der Wintersonne. Der Rest des Gürtels, was wohl daraus entstehen wird?

Nun hoff ich, dass euch diese Filzreise durch meine letzten Stunden gefallen hat bzw. vielleicht eine interessante Information dabei war. Sofort nach Fertigstellung werd ich sie euch dann „endpräsentieren“, ich freu mich drauf … ganz liebe Grüße von mir … und der Schamanin!!!

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Allerlei der letzten Tage

Ja, mich gibt’s noch. Aber die letzten Tage waren stressig. Keine Zeit für Kreativität … da fehlt der Ausgleich!

Waschmaschine kaputt, neue ausgesucht, liefern lassen, angeschlossen – danke lieber Mann – Schmutzwäsche aufgearbeitet. Küche geputzt. Kühlschrank gründlich gereinigt, nach 2 Tagen kaputt … neuen ausgesucht, kommt hoffentlich bald. Kreativität auf Eis gelegt (der Gefrierschrank funktioniert ja Gott sei Dank :-))

Einen kleinen Waldspaziergang hab ich mir dann doch vergönnt – und natürlich einige Kleinigkeiten mitgebracht und schnell war die Frühlingsdeko fertig:

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Die Aststücke habe ich einfach mit Draht (wie so einen kleinen Zaun) zusammengefasst und dann aufgewickelt. Das steht dann schon von alleine. Etwas isländisches Moos und kleine Federn aufgeklebt, 3 Glasphiolen dazwischengesteckt und „verblümelt“, schließlich noch die gesammelten Schneckenhäuser dazu – fertig. Vor Ostern möchte ich dann die Schneckenhauser durch diese wunderschön gesprenkelten Wachteleier ersetzten und Palmkätzchen dazugeben.

Nachdem ich sooo stolz bin, dass meine Orchidee meine etwas sporadische Pflege überlebt und es mir sogar (anscheinend) dankt, möchte ich euch die Bilder zeigen. Diese Orchidee hat nach der letzten Blüte 2 „Ableger“ bekommen. Nach dem Gegoogle wusste ich, dass diese erst 3 Luftwurzeln haben müssen, bevor man sie eigenständig einpflanzen kann. Nun hat sie wieder zu blühen begonnen, inklusive der 2 Ableger. Habt ihr Erfahrung mit solchen „Neulingen“? So selbstvermehrte Orchideen wären für mich was ganz neues … für Anregungen wär ich echt dankbar!!!

So, nun spinne ich meine Gedanken in Richtung neue Projekte … ich wünsche euch eine wunderschöne Zeit. Danke, dass ihr vorbeigeschaut habt, bis bald …