Die „Schamanin“ und ihre Wünsche …

Ja, ich geb es zu, lange hab ich nichts von mir hören lassen. Es lag an der zuletzt gemachten Tasche, der Schamanin. Sie wollte nicht bestickt werden, sie wollte anscheinend überhaupt nicht sofort fertiggestellt werden. Alles was ich als Idee für sie hatte, gelang irgendwie nicht. Ich konnte aber auch nichts anderes filzen – es war irgendwie der Wurm drin 🙂

Doch letzte Nacht war es soweit, es ging ganz einfach … war im Fluss, ich wurde geleitet,bis sie fertig war.

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Diese Tasche ist ein echtes Energiebündel.  Und ich bin echt gespannt, wer diese Tasche sein eigen nennen wird – es ist eine ganz besondere Person, anders kann es nicht sein … ich werde euch nach dem Ostermarkt berichten!

Und ich melde mich nun bald wieder – versprochen! Einige Arbeiten sind schon fast fertig, einige angefangen und einige als Idee vorhanden … ein erfolgreicher Tag (nach noch erfolgreiferer Nacht). Ich wünsche euch einen wunderschönen Sonntag … mit ganz lieben Grüßen!!!

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Die Schamanin

Schade, es ist mein letzter Urlaubstag … aber was soll’s: Blauer Himmel, Sonnenschein – und eine gefilzte Tasche, noch nicht ganz fertig, die Feinarbeit kommt noch. Ein bisschen „verstickt“ muss es bei mir ja immer sein. Und so werden auch, nach dem Trocknen, einige Schnörksel auf dieser Tasche eine neue Heimat finden.

Und wie ich da so sitze und überlege, was mir noch wichtig ist, schnuppere ich an meinen Händen. Das ist soooo schön. Dieser Geruch an den Händen unmittelbar nach dem Filzen – Schafwolle, Olivenseife – ich liebe diesen Geruch!

So, nun aber weiter. Ich wollte euch mal ein bisschen auf dem Weg der Entstehung mitnehmen, nur bildlich, das Gefühl kann ich euch leider nicht übermitteln – wär aber echt schön …

Das Material dieser Tasche ist Kapmerino, ein wundervolles Material. Ganz weich im Griff, sehr kurzfasrig, absolut fusselfrei. Und auch im fertig gefilzten Zustand kann man kaum die Finger davon lassen!

Eigentlich hab ich ja eine Kordel gesucht, um eine Spirale auszulegen. Keine Kordel gefunden, stattdessen einen alten Gürtel entdeckt und ein Stück daraus gleich mitgefilzt. Einige Locken dazu – und jetzt ist es klar: der Name dieser Tasche ist „Die Schamanin“.

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Den Magnetverschluss arbeite ich immer gleich mit ein. Sobald der Filz etwas griffig ist, kommt er in die Taschenklappe, somit kann ich ihn auf der Außenseite noch „verschwinden lassen“, also mit ein bisschen Wolle drüberfilzen. Den Verschluss an der Tasche mach ich dann erst beim Fertigstellen, da meine Taschen ja alle ein Stoffinnenleben bekommen und man dann die innenseitige Fixierung so wie so nicht sieht.

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Jetzt steht sie hier, „die Schamanin“ und trocknet in der Wintersonne. Der Rest des Gürtels, was wohl daraus entstehen wird?

Nun hoff ich, dass euch diese Filzreise durch meine letzten Stunden gefallen hat bzw. vielleicht eine interessante Information dabei war. Sofort nach Fertigstellung werd ich sie euch dann „endpräsentieren“, ich freu mich drauf … ganz liebe Grüße von mir … und der Schamanin!!!

Frühlingserwachen-nichts ist zu Ende Teil 2

Darf ich vorstellen: “ Frühlingserwachen“

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Es wurde also (wieder) eine Tasche, aber eine besondere: Für mich symbolisiert sie das zarte Grün, das erste Grün des Jahres.
Wenn man merkt, dass die Tage bereits ein bisschen länger werden, die Sonnenstrahlen wieder wärmer bei uns ankommen und die Natur, ganz unbemerkt, schon seit einiger Zeit viele Vorarbeit geleistet hat, ja dann zeigen sich die ersten grünen Spitzen im Schnee. Manche kräftig, manche ganz fein und zart, zerbrechlich – wie auf dieser Taschenklappe. Ohne viel Schnörksel, reduziert auf das Wesentliche, den Blick gerichtet auf die Details. Und unter dem Schnee … und auch noch ganz in der Erde, schlummert die erste Blüte. Geduldig abwartend auf den richtigen Moment. Diese Blüte zeigt sich hier, auch tief versteckt, als Verschluss an der Taschenklappe. Nicht für jeden sichtbar und doch immer
vorhanden.

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Es hat viel Freude gemacht, an diesem „Frühlingserwachen“ teilhaben zu dürfen. Beobachter zu sein, wie sich die Farben aneinanderfügen und die Fasern sich umarmen und zusammen ein Ganzes bilden.
Danke Natur, für diese wunderbaren Erinnerungen an
vergangene Zeiten und für die Vorfreude auf das kommende Erwachen 
… und es wieder mal nicht zu Ende ist!

 

Gerade fertiggestellte Tasche …

Diese gefilzte Tasche ist die letzte Auftragsarbeit von einem Weihnachtsmarkt. Ich liebe diese Märkte. Die Atmosphäre, die frühe Dunkelheit, offenes Feuer, rauchende Punschtassen, leuchtende Kinderaugen … und ich gestehe: natürlich auch einen sich leerenden Verkaufstisch.

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Meine Planetentasche

Aus diesem Grund habe ich noch immer an Bestellungen gefilzt, gestickt und genäht. Ab jetzt lass ich wieder geschehen, lasse entstehen und brauch mich nicht an Vorgaben halten – ich freu mich drauf!